Energie für Neues

14. Dezember 2022

Energieeffizienz – Sparen, was geht

HUSUM. Wie kann der Energieverbrauch weiter gesenkt werden, was kann noch optimiert werden, um die Effizienz zu steigern? Diesen Fragen sind die Stadtwerke Husum in den letzten Wochen und Monaten intensiv nachgegangen. „Wir haben die Energieversorgung in unseren Gebäuden und im Husum Bad systematisch analysiert, Schwachstellen aufgedeckt und Verbesserungspotenzial gehoben. Dabei haben wir nicht nur die Wärme- und Warmwassergewinnung betrachtet, sondern auch Beleuchtung, Belüftung und sogar unseren Elektrofuhrpark“, erläutert Benn Olaf Kretschmann, Geschäftsführer der Husumer Stadtwerke. Zahlreiche schnell wirksame Maßnahmen hat der Energieversorger zum Beginn der Heizperiode schon umgesetzt, langfristige Änderungen zur Einsparung von Energie leiten die Verantwortlichen jetzt in die Wege. Weiterer Bestandteil der Analyse zur Energieeffizienz war ein umfangreiches Energie-Audit, das ein externes Büro im Auftrag der Husumer Stadtwerke durchgeführt hat. Zu den wichtigsten Änderungen gehört die Umstellung der Wärmeversorgung in den Betriebsgebäuden der Stadtwerke sowie die Umstellung auf Wärmerückgewinnung bei der Belüftung im Husum Bad.

Wärme und Warmwasser am Binnenhafen – deutliche Effizienzsteigerung
Die Wärmeversorgung des Stadtwerke-Unternehmenssitzes am Binnenhafen läuft derzeit über eine gasbetriebene Heizzentrale. Sie ist in einem der Gebäude untergebracht und versorgt von dort aus die anderen Gebäude per Nahwärmeleitung. Matthias Forthmann, der bei den Husumer Stadtwerken zuständig ist für den Bereich Energie und Contracting, erläutert: „Für warmes Wasser muss die Anlage durchgehend eine Temperatur von 60 Grad halten. Da wir aber nur an wenigen Stellen warmes Wasser benötigen, werden wir dieses künftig dezentral vor Ort erzeugen. So kann die Nahwärmeleitung außerhalb der Heizperiode abgestellt werden, was Energie spart.“ Das heißt konkret: Das warme Wasser für die Duschen und Waschbecken wird künftig mit einer Brauchwasserwärmepumpe produziert. Die Raumtemperatur ist schon auf 19 Grad eingestellt. Das wird zentral geregelt, zur Überprüfung der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit wurden in einigen Räumen Thermo-Hydrometer angebracht. Wo es nötig war, haben Techniker außerdem Leitungen isoliert, um Wärmeverluste zu vermeiden. Auch die Beleuchtungssteuerung wurde optimiert, sodass das Licht nur dann brennt, wenn es auch benötigt wird. Als wichtige Maßnahme haben die Stadtwerke außerdem Arbeitsplätze zusammengelegt, sodass Büros von Mitarbeitern, die im Home Office sind, nicht unnötig beheizt werden.

Effektive Maßnahmen im Husum Bad
Die wichtigste Maßnahme im Bad ist die Wiederaufnahme des Umluftbetriebes der Lüftungsanlage. Dabei wird ein Teil der warmen Abluft aus der Schwimmhalle der Zuluft in die Schwimmhalle wieder zugeführt. Somit muss nicht dauerhaft die gesamte Zuluft für das Schwimmbad erwärmt werden. „Den Umluftbetrieb hatten wir auch in der Vergangenheit, er wurde aber aufgrund der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen zwischendurch abgestellt“, erläutert der Verantwortliche. Da der Gesetzgeber diese Vorschrift mittlerweile wieder gelockert hat, sei eine Rückkehr zum Umluftbetrieb möglich. Daneben kommen zahlreiche kleine Maßnahmen zum Einsatz. „Viele kleine Maßnahmen haben zusammen auch einen großen Effekt“, sagt Matthias Forthmann.

Ansprechpartner für die Presse:

Norbert Jungjohann
Geschäftsführer der Husum Netz
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