Energie für Neues

22. November 2022

Arbeiten für batteriebetriebene Bahntrasse

HUSUM. Im Zuge der Mobilitätswende soll künftig immer mehr Verkehr auf Schienen stattfinden – und das möglichst durchgehend elektrisch. Weil aber auf manchen Strecken der Bau von Oberleitungen nicht wirtschaftlich wäre, sollen es dort Triebzüge (Lokomotiven) mit Akkus ermöglichen, mit elektrischer Kraft zu fahren. Für den batteriebetriebenen Bahnbetrieb zwischen St. Peter Ording, Husum und Kiel bis nach Flensburg soll es in Husum eine so genannte Oberleitungsinselanlage zum Aufladen der Akku-Züge geben. Um diese mit ausreichend Energie zu versorgen, baut die Husum Netz GmbH seit Anfang Oktober eine Stromtrasse vom Rosendahler Weg in Mildstedt stadteinwärts bis zum Bahnübergang in Höhe Ostenfelder Straße Husum.

Arbeiten bis Ende des Jahres
Vor Kurzem haben die Arbeiter mit dem zweiten Bauabschnitt vom Rosendahler Weg unter der B5 hindurch bis zum Mühlendamm begonnen. Bis Ende des Jahres sind die Arbeiten voraussichtlich abgeschlossen. Der Bauabschnitt zwischen Mühlendamm und Bahnübergang ist indes schon weit fortgeschritten. „Als Netzbetreiber freuen wir uns, dass wir durch die Anbindung an das Versorgungsnetz einen wichtigen Beitrag zur Energiewende liefern. Denn die Infrastruktur für elektrischen Verkehr ist ein wichtiger Baustein, um Klimaneutralität zu erreichen“, erläutert Bernd Clausen, Netzmanager und Projektleiter bei der Husum Netz. Anwohner, die von Verkehrseinschränkungen betroffen sind, werden rechtzeitig informiert.

Kapazitäten erhöhen
Um die akkubetriebenen Züge am Bahnhof Husum aufzuladen, müssen die Kapazitäten deutlich erhöht und die Infrastruktur erweitert werden. Deshalb entsteht eine gesonderte Versorgungstrasse direkt vom vorgelagerten Netz bis zum Übergabepunkt. Die Trasse umfasst insgesamt 2,2 Kilometer. „Dabei endet unsere Zuständigkeit am Bahnübergang. Denn den letzten Streckenabschnitt bis zum Bahnhof übernimmt die Deutsche Bahn auf ihrem eigenen Gelände selbst.

Weniger Dieselloks für den Schienenverkehr
Mehr elektrifizierte Strecken, weniger Dieselloks. Dieses Großprojekt der Deutschen Bahn soll den Schienenverkehr in Deutschland klimafreundlicher machen. Doch der Bau von Oberleitungen für den elektrischen Betrieb macht nicht überall Sinn. Deshalb sollen in manchen Regionen batteriebetriebene Züge fahren. In Schleswig-Holstein wenden Akku-Züge auf drei Strecken geplant: Vom Schönberger Strand über Kiel, Eutin und Büchen nach Lüneburg; von Bad St. Peter Ording über Husum und Kiel nach Flensburg und von Büsum über Heide (Holst) und Neumünster bis nach Bad Oldesloe. In einigen Bahnhöfen entstehen zum Laden der Züge so genannte „Oberleitungsinselanlagen“. Auch in Husum soll eine solche Anlage entstehen. Mit einem Stück Oberleitung und einem Ladeunterwerk entstehen „Inseln“ zum Laden der Akku-Züge. Am Bahnhof Husum werden die Gleise 1, 3 und 5 für das Laden der Züge elektrifiziert.

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