Mieterstrom spart Energie und Geld

Energie für Neues

2. Februar 2021

Husumer Stadtwerke erzeugen im Neubau Brinckmannstraße Wärme und Strom vor Ort – hauseigenes Blockheizkraftwerk bewährt sich auch finanziell.

HUSUM. Nach fünf Monaten hat sich das Mieterstromprojekt der Stadtwerke Husum im Neubau in der Brinckmannstraße 1 bewährt. Das hauseigene Blockheizkraftwerk (BHKW) im Keller spart nicht nur Energie, sondern wirkt sich auch positiv auf die Geldbörse der Mieter aus. Im vergangenen Sommer hatte der Energiedienstleister die klimaschonende und innovative Lösung im Auftrag des Gebäudeeigentümers, der VR-Bank Westküste, umgesetzt. Das BHKW erzeugt Strom und Wärme zugleich – nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, die besonders effizient ist. Die Energie reicht aus, um einen Großteil des Wärme- und Strombedarfs im Gebäude zu decken. Dieser so genannte Mieterstrom ist besonders günstig, da für ihn einige Umlagen sowie die Stromsteuer und die Konzessionsabgabe entfallen. Benn Olaf Kretschmann, Geschäftsführer der Stadt-werke Husum, sieht im Mieterstrommodell einen wichtigen Beitrag zu einer klimaschonenden und bezahlbaren Energiezukunft: „Der Klimaschutz ist eine globale Herausforderung, die von uns allen einen Beitrag fordert. Vor allem die Wärmewende kommt immer noch zu kurz“, sagt er und betont: „Wir gestalten die Energiewende in Nordfriesland aktiv mit; Kraft-Wärme-Kopplung ist für uns ein Baustein, um auch im Gebäudesektor Emissionen einzusparen. Mit Hilfe des Mieterstrommodells können wir sie auch bei Menschen ohne eigene Immobilie zum Einsatz bringen.“

Die Anlage in dem neu errichteten Gebäude in der Brinckmannstraße zeigt, dass das Modell Mieterstrom funktioniert. Die Husumer Stadtwerke haben das BHKW im Keller des Gebäudes installiert und betreiben es künftig. Die VR-Bank Westküste als Eigentürmer sieht in dieser Lösung ein Modell mit Zukunft: „Mit den Stadtwerken Husum haben wir einen kompetenten und verlässlichen Partner vor Ort und müssen uns nicht um Strom und Wärme kümmern. Wir können uns auf ein faires Miteinander verlassen“, sagt Marco Troczinski, Leiter Geschäftsfeld Immobilien bei der VR-Bank Westküste. „Beim Einzug waren die Bewohnerinnen und Bewohner gespannt auf das Mieterstromprojekt. Nach fünf Monaten sind sie vollauf zufrieden und freuen sich über ihre Wärme aus dem Keller“, berichtet er. Insgesamt verfügt das BHKW über eine installierte Leistung von zwölf Kilowatt thermisch und sechs Kilowatt elektrisch. Es erzeugt nicht nur den Strom für die Mieteinheiten, sondern übernimmt auch die Wärmeversorgung des Gebäudes. Das BHKW wird durch einen Erdgaskessel mit hocheffizienter Brennwerttechnik ergänzt, der in Zeiten hohen Wärmebedarfs aushilft. Die VR-Bank und ihre Mieterinnen und Mieter zahlen lediglich für die abgenommene Wärme. Auf diese Weise sind die Energiekosten für die Eigentümer planbar. Ein Pufferspeicher, in dem überschüssige Wärme zwischengelagert wird, sorgt für die optimale Auslastung der Anlage. „Mit dieser Kooperation schaffen wir Wohnraum für die Menschen aus der Region. Wir bieten den Mietern eine ganz besondere Lebensqualität, die zudem nachhaltig ist“, schließt Marco Troczinski.

Bild: Daumen hoch für das innovative Versorgungskonzept mit Strom Marke „Eigenbau“: (v.l.n.r.) Tim Hansen, Immobilienvermittlung VR Bank Westküste Husum, Stefan Klocker, Vertrieb Stadtwerke Husum und Marco Troczinski, Leiter Geschäftsfeld Immobilie, VR-Bank Westküste. Die ersten Mieter sind im August eingezogen. Sie freuen sich über ihre Wärme aus dem Keller. (Foto: Stadtwerke Husum. Foto zum Abdruck frei.)

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