Wo geht die Wärme hin?

Stadtwerke Husum ziehen positive Bilanz der ersten Thermografie-Aktion ‒ Wärmebild-Aufnahmen von Gebäuden zeigen Sanierungsbedarf auf ‒ Sommermonate für Modernisierung nutzen

HUSUM. Kalt muss es sein, dann werden die Aufnahmen am besten: Mit der Thermografie verschaffen sich Hausbesitzer einen optimalen Überblick, wie es um die Qualität ihrer Gebäudehülle bestellt ist. Sind die Fenster dicht? Dringt Kälte über die Balkonverankerung ein? Mit der Wärmebildkamera werden Energieverluste und Wärmebrücken in Häusern erkennbar. Bis in den März hinein haben die Stadtwerke Husum die speziellen Aufnahmen für Husumer angefertigt und ziehen ein positives Fazit: „Rund 80 Häuser haben wir in den Wintermonaten thermografiert, für jedes einzelne gibt es einen individuellen Ergebnisbericht“, sagt Sandra Tetens von den Stadtwerken Husum. Für sie ist das auch ein Beitrag zum Klimaschutz. „Am besten ist die Energie, die wir gar nicht erst verbrauchen. Thermografie zeigt auf, wo man nachbessern kann für die eigene Klimabilanz.“ Weil die Stadtwerke Husum Bürger beim Energiesparen unterstützen, haben sie die Thermografie neu in ihr Programm aufgenommen. Das Potenzial ist groß: Rund zwei Drittel des Energieverbrauchs werden in Privathaushalten laut Umweltbundesamt allein für das Heizen verwendet. Je effizienter die Heizung und je besser die Dämmung, desto geringer sind auch die Energiekosten. Wer sein Gebäude modernisieren möchte, dem rät Sandra Tetens zum Fachbetrieb aus der Region, „sie können mitunter auch zur passenden Förderung beraten.“ Zur Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beraten die Stadtwerke auch telefonisch unter 04841 8997-555. Für die Heizungsmodernisierung sind die Sommermonate am geeignetsten. Aktuell gibt es bei den Stadtwerken auch Bares für die Alte: Mit den „Raustauschwochen“ fördert das kommunale Unternehmen den Heizungstausch. Mehr Informationen gibt es auf www.stadtwerke-husum.de/raustauschwochen/. Für die Thermografie der Gebäudehülle planen die Stadtwerke bereits die nächste Runde, die spätestens im November startet.

Bildunterschrift: Mit einer Spezialkamera werden bei der Thermografie Energieschlupflöcher in der Gebäudehülle sichtbar. Rot steht dabei für einen hohen Verlust. (Foto: Stadtwerke Husum)

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