Energie für Neues
4. Dezember 2025
Regeneratives Nahwärmenetz in Betrieb
Stadtwerke Husum haben Wärmeversorgung in der Schleswiger Chaussee fertiggestellt – zwei Pelletkessel beheizen 126 Wohnungen– Millimeterarbeit bei Einbringung der Anlagen
HUSUM. Die Stadtwerke Husum GmbH (Stadtwerke Husum) haben ihr neues Nahwärmenetz in der Schleswiger Chaussee in Betrieb genommen. Es ist das erste Wärmenetz der Stadtwerke, das sich komplett aus erneuerbaren Energien speist – ein wichtiger Meilenstein für die lokale Wärmewende. Zukünftig versorgen die Stadtwerke Husum dort, im Gewerbe-Mischgebiet „Lehmkuhlen“, im Auftrag des Wohnungsbauunternehmens Semmelhaack 126 Wohneinheiten mit umweltfreundlicher Wärme. „Wir freuen uns, dass die Firma Semmelhaack bei diesem zukunftsorientierten Wärmeprojekt auf uns als lokalen Partner setzt. Als mehrheitlich kommunalem Energiedienstleister ist es uns ein wichtiges Anliegen, die zukünftige Husumer Wärmeversorgung mit innovativen Wärmelösungen mitzugestalten“, sagt Benn Olaf Kretschmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Husum. Gefördert wird das Wärmeprojekt durch die „Bundesförderung für effiziente Wärmenetze“ (BEW).
So entsteht die regenerative Wärme
Für den Betrieb des Nahwärmenetzes setzen die Stadtwerke Husum zwei Pelletkessel ein. Diese verfügen insgesamt über eine Leistung von 360 Kilowatt. Sie ermöglichen eine modulierte Fahrweise und einen optimierten Betrieb das ganze Jahr über. Das Nahwärmenetz umfasst eine Länge von rund 400 Trassenmetern und versorgt sieben Wohngebäude mit regenerativer Wärme. Zudem betreibt der regionale Energieversorger in den einzelnen Gebäuden Fernwärmestationen mit Trinkwassererwärmung. Die Stadtwerke und das Wohnungsbauunternehmen Semmelhaack rechnen mit einem jährlichen Verbrauch von insgesamt 500 Megawattstunden. Den Betrieb des Nahwärmenetzes übernehmen die Stadtwerke Husum in einem Rundum-Service-Paket, das neben der jetzt abgeschlossenen Errichtung auch die Wartung und den Service beinhaltet.
Maßarbeit gefragt
Millimeterarbeit hat der regionale Energieversorger bei der Einbringung der Pelletkessel in den Keller des fertiggestellten Neubaus geleistet: Die beiden an die 2 Meter hohen und 2,50 Meter langen sowie jeweils zwischen rund 1,3 und 1,5 Tonnen schweren Anlagen mussten durch das enge Treppenhaus hineingebracht werden. „Aufgrund des begrenzten Platzes mussten wir die Einbringung genauestens planen“, erklärt Patrick Lucki, Projektleiter Wärme & Contracting bei den Stadtwerken Husum. Eine wichtige Erfahrung für das Team der Stadtwerke, da die Einbringung von Wärmeerzeugungsanlagen in Bestands- und neuen Gebäuden bei fortschreitender Energiewende häufiger gefragt sein wird – sowohl in der Beratung als auch in der Ausführung. Patrick Lucki unterstreicht: „Wir haben das erforderliche Know-how und die Partner, um solche Arbeiten erfolgreich zu bewerkstelligen.“
Bildunterschrift: Freuen sich über die Fertigstellung des ersten regenerativen Nahwärmenetzes in Husum: (v.l.n.r.) Patrick Lucki (Projektleiter Wärme & Contracting Stadtwerke Husum), Thomas Leven (Bereichsleiter Energiewirtschaft und neue Geschäftsfelder Stadtwerke Husum), Benn Olaf Kretschmann (Geschäftsführer Stadtwerke Husum), Bauleiter Dominik Hitscher (Technische Objektverwaltung Semmelhaack) und Matthias Forthmann (Wärme & Contracting Stadtwerke Husum).
Foto: Stadtwerke Husum
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