Husum setzt bei Wärme auf Energiekonzept der Stadtwerke

Kommune und Stadtwerke unterzeichnen Kooperation für Contracting – nach Umbau an drei Standorten weniger Kohlendioxid-Emissionen

Die Stadt Husum und die Stadtwerke Husum gehen bei der Wärmeversorgung gemeinsame Wege: Jetzt besiegelten Bürgermeister Uwe Schmitz und Christine Friedrichsen, Leiterin des Gebäudemanagements der Stadt Husum eine Kooperationsvereinbarung mit den Stadtwerken Husum. Unterzeichnet wurde diese von Benn Olaf Kretschmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Husum GmbH und Matthias Matthiesen, Leiter Energieeinkauf, Verträge und Recht. 

Ziel der Kooperation ist die Umsetzung von Energiekonzepten zur Wärmeversorgung in zunächst vier städtischen Liegenschaften. „Die Stadtwerke haben dafür individuelle Lösungen ausgearbeitet, die überzeugen – vom Umbau der Anlagen bis zur Wärmelieferung“, sagte Uwe Schmitz bei der Unterzeichnung. Basis ist das so genannte Wärmecontracting: Die Stadtwerke Husum übernehmen die Investition in die neue Heizungsanlage und kümmern sich um Betrieb und Wartung. Dies macht die Kosten für die Stadtverwaltung künftig besser planbar: Abschreibungen, Reparaturen und Ersatzinvestitionen entfallen, zudem steigen die Anforderungen an Know-how zur Heizungstechnik ständig. Punkten konnten die Stadtwerke Husum mit dem Plan, die bestehenden Heizungen sinnvoll um Blockheizkraftwerke zu erweitern und Gebäude mit Nahwärmeleitungen zu verknüpfen. Blockheizkraftwerke arbeiten mit hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung und erzeugen Strom und Wärme gleichermaßen. „Sie nutzen den eingesetzten Energieträger Erdgas optimal, damit sinkt der Energieverbrauch und der Ausstoß an Treibhausgasen“, erläutert Benn Olaf Kretschmann. Drei Gebiete stehen dabei im Fokus: Bürgerschule, Gemeinschaftsschule Nord mit Jahnsporthalle sowie das Rathaus. Nur im Rathaus ist aktuell ausschließlich Erdgas im Einsatz, die anderen Gebäude werden zum Teil mit Heizöl erwärmt. „Das Konzept sieht vor, vom Öl komplett auf Gas umrüsten. Allein hiermit reduzieren wir die Emissionen von Treibhausgasen an dieser Stelle um rund 25 Prozent“, kündigt Benn Olaf Kretschmann an.

Nach dem Plan der Stadtwerke werden drei Standorte in 2017 und 2018 umgebaut: In der Bürgerschule Husum wird ein Blockheizkraftwerk den bestehenden Ölkessel ersetzen, das dann gleichermaßen Strom und Wärme erzeugt. Der zweite Kessel bleibt für Spitzenzeiten erhalten. Die Jahnsporthalle soll über ein Nahwärmenetz an die Wärmeerzeugung der Gemeinschaftsschule Husum Nord angeschlossen werden; dort wird ein weiteres Blockheizkraftwerk dezentral Energie erzeugen. Der erzeugte Strom aus den Blockheizkraftwerken wird in das örtliche Netz eingespeist. Drittes Zukunftsprojekt ist der Aufbau eines Wärmenetzes zwischen Rathaus und Stadtwerke-Gelände, an das weitere Gebäude angeschlossen werden können. Dazu werden die Stadtwerke die eigene Erzeugungsleistung erhöhen und auch das Rathaus mit Wärme versorgen.

Bildunterschrift: 

Kommune und Stadtwerke Husum vereinbaren eine Kooperation für den Umbau der Wärmeversorgung in vier städtischen Liegenschaften. Von links nach rechts: Kilian Wielgosch, Projektentwickler für Energiesysteme, Geschäftsführer Benn Olaf Kretschmann sowie Matthias Matthiesen, Leiter Energieeinkauf, Verträge und Recht, von den Stadtwerken Husum bei der Vertragsunterzeichnung mit Bürgermeister Uwe Schmitz und der Leiterin des Gebäudemanagements der Stadt, Christine Friedrichsen. (Foto: Stadtwerke/A. Birresborn)

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