FRIESENSTROM:
„Ich will nichts
Falsches im Netz!“

Energie für Neues

Thorsten Lass, Husumer Krabbenfischer

Thorsten Lass, Husumer Krabbenfischer

„Für uns gibt’s nichts anderes außer Krabben!“

Die meisten denken beim Klimawandel an die Erwärmung der Atmosphäre, dabei wird ein Großteil der durch Treibhausgase verursachten Erderwärmung in den Meeren gespeichert – ganz besonders stark in der Nordsee. Während in den vergangenen 45 Jahren die Temperatur der Ozeane durchschnittlich um 0,74 Grad gestiegen ist, waren es in der Nordsee 1,7 Grad, Tendenz: steigend.

Unter den Folgen, der Vernichtung des Lebensraums vieler typischer Nordseefischarten wie z.B. Kabeljau, leiden Fischer wie Thorsten Lass aus Husum: „Für uns gibt’s nichts anderes außer Krabben, weil nichts anderes mehr da ist“.

Seit 30 Jahren fährt Thorsten Lass auf seinem Kutter „Marion“ zur See, derzeit ins Fanggebiet vor St. Peter. 2,5 Tage dauert eine Ausfahrt, die Wochenarbeitszeit beträgt 70–80 Stunden. Im Winter zwischen Dezember und Mitte März, wenn keine Ausfahrten sind, bleibt Zeit für Reparaturen, Netzpflege – und für die Familie. „Fischer müssen die richtige Frau haben“, sagt er, was ein gutgemeinter Rat an seinen Sohn Fabian ist, der mit ihm ausfährt und in 6. Generation irgendwann das Steuer übernehmen möchte: „Gewonnen hat man, wenn man nicht mehr Ölzeug tragen muss, sondern oben im Steuerstand steht.“

Nordseekrabben: mit den Beständen schwanken die Preise

Husumer Fischer in 6. Generation

Auch wenn die Technik heute manches erleichtert wie Navigation und Ortung im Fanggebiet oder das automatische Aussortieren von Beifang – die Nordseefischerei bleibt ein unsicheres Geschäft. „Die Schwankungen sind das Schwierige. Wenn wir nichts anlanden können, verdienen wir nichts, aber die Kosten bleiben und die Löhne kommen nicht mit“, sagt der bekannte Husumer. Zudem mache den deutschen Fischern die Konkurrenz der Holländer das Leben schwer, die besser organisiert seien und vom Staat mehr gefördert würden. Zu Zeiten seines Vaters gab es noch eine Flotte von 40 Husumer Kuttern, heute sind es weniger als 10.

Fabian (19) ist trotzdem begeistert von seinem Beruf. Und wenn er über das Meer spricht, glänzen seine Augen wie der goldene Bernstein, den er hin und wieder aus dem Netz pult und wie einen Schatz behütet.

Verkauf direkt vom Kutter: auch das ist schützenswert

„NATUR IST DAS BESTE, WAS WIR HABEN!“
Unsere Botschafter für den Friesenstrom:

Ich will nichts Falsches im Netz
Thorsten Lass, Husumer Krabbenfischer

Unser Land soll oben bleiben!
Nadine Dethlefs, Lammprinzessin

Ich hau das Klima nicht in die Pfanne!
Erik Brack, Gastronom Hallig-Krog

Natur ist das Beste, was wir haben!
Frerk Petersen, Arlewatt-Hof